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Ein häufiges Übel, die Unterrostung der Flaschenlackierung im Bereich des unteren Flaschenzylinders und Flaschenbodens. Erzeugt durch völlig unbrauchbare Flaschenstandfüße

Gummistandfüße und solche aus Polyethylen, die über keine Rippen im Inneren und in den meisten Fällen nur über ein einziges Loch am Standfußboden verfügen, sind für den Einsatz unter Wasser eigentlich vollkommen unbrauchbar. Durch den Kapillareffekt ist es nicht möglich, dass die Flaschen in diesem Bereich nach dem Unterwassereinsatz trocknen. Das Wasser kann nicht ungehindert abfließen/abtropfen und somit nicht abtrocknen. Verstärkt wird diese Wirkung noch in Verbindung mit einem Flaschenschutznetz.
Daher passiert es sehr oft, dass der Flaschenlack völlig unterrostet und abplatzt. Auch nach längerer Lagerung der Taucherflasche in einem geheizten Raum trocknet der untere Bereich der Taucherflasche nicht. Wird nicht rechtzeitig gehandelt, kann dies zur Zerstörung der Taucherflasche führen.

Abhilfe
Die Standfüße mit einem Bohrer (M10) neben den Stehrippen unten anbohren und mit Hilfe eines Schälbohrers aufbohren. Die Mitte des Standfußes mit einem Schälbohrer aufbohren.
Wenn möglich keine Flaschenschutznetze verwenden.
Sollte dies nicht zum erhofften Erfolg führen auf Standfüße aus Polypropylen wechseln. Vielen Rippen an der Innenseite des Standfußes sorgen dafür, dass das Wasser ungehindert abfließen/abtropfen kann. Diese Standfüße sind auf der Unterseite offen und es ist daher der nötige Luftaustausch möglich.
Beim Neukauf einer Taucherflasche sollte sofort ein Standfuß aus Polypropylen verwendet werden. Machen Sie das nicht, wird ihre Taucherflasche durch das oben beschriebene Produkt zerstört.

Atemphysiologisches

Was sich so alles in Taucherflaschen aus Stahl und Aluminium absetzt ist von außen für Taucher nicht zu beurteilen. Deshalb nachfolgende TIPPS !

Testet vor einem Tauchgang die Taucherflaschen. Bei Leihflaschen bezahlt ihr für diese und man sollte eigentlich davon ausgehen können, das diese in Ordnung sind. Die Praxis zeigt leider oft genug das Gegenteil.
Atmet ihr aus Stahlflaschen, so nehmt ein Tempotaschentuch, drückt dies fest an das Flaschenventil, öffnet dieses erst sanft und dann etwas mehr und lasst die Luft für ca. 15 Sekunden abströmen. Sollte sich das Tempo an dieser Stelle braun verfärben, so ist dies Eisenoxid, Rost. Atmet ihr aus Aluminiumflaschen, so nehmt ein schwarzes Tuch z.B. T-Shirt und macht das selbe wie oben beschrieben. Dabei die Flaschen mit Ventil mal nach oben und nach unten halten.
Sollte sich das schwarze Tuch an dieser Stelle weiß verfärben, so ist dies Aluminiumoxid.
Nun müsst ihr selbst entscheiden ob ihr diese Tauchflaschen verwenden wollt.
Tauchflaschen müssen im inneren dem SOLL-Zustand entsprechen. Sicherheitstechnische sowie atemphysiologische Aspekte sind dabei zu berücksichtigen.
Weiterführende Informationen zu Eisenoxid und Aluminiumoxid in der TRGS 900 (Technische Regeln Gefahrstoffe).